1911-1916
Hilfsarbeiter auf dem Bau, anschließend "Büroarbeiter"
in der Metallverarbeitung.
1914
Erstes Fußballspiel in der Seniorenmannschaft
des Sportvereins (SV) Waldhof.
1916-1918
Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg.
1919-1921
Spieler des SV Waldhof.
1921
April: Berufung in die "Süddeutsche Auswahl".
30. April: Heirat mit Eva Müller.
September: Erstes Spiel in der Nationalmannschaft, Herberger
erzielt zwei Tore.
Oktober: Wechsel zum VfR Mannheim.
November: Anstellung bei der Dresdner Bank in Mannheim.
Dezember: Herberger wird wegen Verstoßes gegen
den Amateurparagraphen des Deutschen Fußball-Bundes
das "Recht als Amateur" abgesprochen. Er wird
für ein Jahr gesperrt. Ab Okotber steht er wieder
für den VfR Mannheim auf dem Rasen.
1924
Herberger spielt für die Nationalmannschaft gegen
Italien in Duisburg. Er bricht sich den Arm und wird
in der zweiten Halbzeit ausgewechselt.
1925
Februar: Der VfR Mannheim wird Süddeutscher Meister,
Herberger erzielt das spielentscheidende Tor.
März: Herberger spielt zum dritten und letzten
Mal für die Nationalmannschaft gegen Holland in
Amsterdam.
1926-1930
Spieler für "Tennis Borussia Berlin".
1926
Anstellung bei Bankhaus Fürstenberg und Klocke
in Berlin.
1927-1930
Studium an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen
in Berlin, Abschluß als Diplom Sportlehrer und
Auszeichnung als Jahrgangsbester mit der August-Bier-Plakette.
Seine Diplomarbeit hat den Titel "Der Weg zur Höchstleistung
im Fußballsport".
1930-1932
Trainer bei "Tennis Borussia Berlin".
1932
Verbands-Sportlehrer beim "Westdeutschen Spielverband"
in Duisburg.
1933
Mai: Herberger tritt der Nationalsozialistischen Deutschen
Arbeiterpartei (NSDAP) bei.
1936
November: Herberger wird "Reichstrainer des Fachamtes
Fußball". Das 1. Länderspiel als Alleinverantwortlicher
gegen Italien endet unentschieden.
1939
Herberger erhält die alleinige Vollmacht für
die deutsche Nationalmannschaft.
1943/44
Nach der Einstellung des Länderspielbetriebes wird
Herberger zur "Truppenbetreuung" in Dänemark
und Schweden herangezogen.
1944
Einzug zur Wehrmacht. Herberger wird aus gesundheitlichen
Gründen bereits nach wenigen Tagen wieder entlassen.
1945
Herberger engagiert sich nach Kriegsende für den
Aufbau einer Sporthochschule. Er lehnt Angebote verschiedener
Vereine, als Trainer tätig zu werden, ab. Obwohl
ab Mai 1945 offiziell kein deutscher Fußball Bund
mehr besteht, hält er den Kontakt mit den verbliebenen
Nationalspielern aufrecht.
1946
Die Spruchkammer Weinheim stuft Herberger im Entnazifizierungsverfahren,
dem sich alle bedeutenden Sportfunktionäre der
NS-Zeit unterziehen müssen, als "Mitläufer"
ein. Er wird zu einer Geldstrafe verurteilt, seinem
beruflichen Wiederaufstieg steht damit von offizieller
Seite nichts mehr im Wege.
1947
Dozent an der Sporthochschule Köln für das
Fußballspiel. Außerdem übernimmt er
die Trainerausbildung.
1949
Oktober: Berufung Herbergers zum Bundestrainer durch
den "Deutschen Fußball-Ausschuß";
ab diesem Zeitpunkt läuft offiziell der Wiederaufbau
der Nationalmannschaft an.
1950
31. Januar: Nach Gründung des Deutschen Fußballbundes
(DFB) in Stuttgart wird Herberger offiziell zum Bundestrainer
ernannt.
1954
4. Juli: Das Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft
zwischen Deutschland und Ungarn in Bern gewinnt Deutschland
mit 3:2, die deutsche Nationalmannschaft wird Fußballweltmeister.
1957
Zu seinem 60. Geburtstag Verleihung des "Goldenen
Verdienstordens" des DFB.
1962
Herberger erhält das Bundesverdienstkreuz Erster
Klasse.
1964
Rücktritt als Bundestrainer, insgesamt hat die
deutsche Nationalmannschaft 167 Länderspiele unter
Herbergers Leitung gespielt, von denen 94 gewonnen,
27 unentschieden und 46 verloren wurden. Ernennung zum
Ehrenmitglied des DFB.
1977
März: Zu seinem 80. Geburtstag bringt die Bundespost
einen Sonderstempel heraus, eine Auszeichnung, die zu
Lebzeiten nur den früheren Bundeskanzlern Adenauer
und Brandt zuteil geworden ist.
28. April: Sepp Herberger stirbt in Mannheim.
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